Sollten sich Webdesign und SEO ineinander verlieben und gemeinsam große Dinge tun?

29. November 2020
Zuletzt aktualisiert am 5. Dezember 2020 @ 9:59

TRANSKRIPT DER EPISODE

Heute geht es um eine Liebe oder eher eine Freundschaft oder eine Feindschaft? Wir schauen uns gemeinsam an, was eigentlich Webdesign mit SEO bzw. Suchmaschinenoptimierung zu tun hat und wir gucken mal, ob es da nicht irgendwelche Überschneidungen gibt.

Aus der Geschichte heraus waren das sicherlich zwei absolut unterschiedliche Disziplinen. Da saß der Grafiker oder die Grafikerin im stillen Kämmerlein und hat das Design einer Website erstellt. Dann gab es den Programmierer, der die Seite programmiert hat und dann kam am Ende noch der SEO Spezialist dazu, also der Suchmaschinen Experte. Im weiteren Verlauf rede ich nur noch von SEO, dann weißt du aber, dass ich damit Suchmaschinenoptimierung meine. Und vor allen Dingen rede ich in dieser Episode von On Page Suchmaschinenoptimierung. Also alles was du selbst auf deiner Seite machen kannst oder jemand anders für dich

Ich bin der Meinung, Webdesign und SEO sollten aller aller beste Freunde sein. Und wenn du jetzt WebDesignerin oder Webdesigner bist oder ProgrammierIn oder Solopreneurin oder ein kleines Unternehmen hast und selbst an deiner Website bastelst oder sie dir erstellen lässt, dann sollte ich und du, wir alle sollten darüber nachdenken, ob wir nicht schon während wir die Website erstellen, ob wir da nicht schon SEO mit ins Boot nehmen. Denn in meiner Welt geht das gar nicht anders. Und in meiner Welt sollten Webdesign und SEO unbedingt heiraten und eine langfristige Beziehung eingehen.

1. Usability bzw. Benutzerfreundlichkeit

Wir fangen einfach mal an und ich erzähl dir mal, was ich eigentlich damit meine. Also wenn wir über SEO reden, dann reden wir auch z.B. über Benutzerfreundlichkeit. Benutzerfreundlichkeit ist etwas, was wir für SEO brauchen. Das heißt, während wir unsere Website gestalten, sollten wir uns überlegen, wie wir unsere Besucher durch die Website leiten.

Also vor allen Dingen sinnvoll. Und dass wir sie dort hinbekommen, wo wir sie auch haben wollen und dann überzeugen. Im Bereich „Above the fold“ mit einer klaren Botschaft. „Above the fold“ ist dieser Bereich, den deine Besucher als allererstes sehen, wenn sie auf deine Website kommen. Nämlich dieser Bereich oben unterhalb des Logos.

Dort musst du innerhalb kürzester Zeit überzeugen, damit deine Besucher überhaupt bleiben. Denn ich möchte das unbedingt nochmal erwähnen. Du hast in der Regel keine zweite Chance. Also für einen ersten Eindruck gibt es in der Regel keine zweite Chance. Was wichtig ist, wenn wir über Benutzerfreundlichkeit oder Usability reden, ist auf jeden Fall, dass die Erwartungen erfüllt werden. Das heißt, wenn ein Button beschriftet ist, dann sollte, wenn man ihn klickt, auch diese Erwartung erfüllt werden. Das heißt, wenn da steht „Buche ein Erstgespräch“, dann sollte dann danach auch das Erstgespräch zu buchen sein. Mit internen Verlinkungen kannst du deine Besucher durch die Seite ideal leiten und zudem auch noch sehr viel Mehrwert für ihn oder sie stiften.

2. Überschriften

Der zweite Punkt, den ich interessant finde und unbedingt auch schon beim Bearbeiten der Website oder beim Erstellen und Gestalten wichtig ist, sind auf jeden Fall die Überschriften. Überschriften sind in der Programmierwelt ausgezeichnete Headlines, also h1 bis h6. Schau dir ein Buch an. Die h1 ist der Buch Titel. Dann kommen die H2. Das sind die Buchkapitel und dann gibt es eventuell noch Unterkapitel. Wenn es keine Unterkapitel gibt, dann gibt es auch keine H3, keine h4 und kein H5. Du gehst immer weiter in die Struktur rein. Meistens reicht eine H3 in der Regel, weil die wenigsten haben so tiefe Inhalts Strukturen, dass es eine H4, h5 oder h6 in irgendeiner Form rechtfertigen würden. Achte darauf, dass du die Reihenfolge einhältst.

Auch hier habe ich einen Beitrag dazu.

3. Ladezeiten

Der dritte Punkt, der vom Web-Designer und auch vom SEO Experten wichtig sind und auch vorbereitet werden müssen, sind natürlich die Ladezeiten. Und dabei sind die häufigsten Fehler tatsächlich das falsche Bild-Format und dass sie nicht gut genug komprimiert sind. Es gibt Formate wie JPEG, PNG, Tiff, EPS, SVG oder WEBP.

Du solltest dich unbedingt mit diesen Formaten auseinandersetzen. Es gibt auf meinem Podcast auch schon eine andere Episode exakt zu diesem Thema. Das verlinke ich hier.

Wichtig ist auch, wenn du Animationen oder wilde Sachen im Webdesign machst, überlegt dir immer, ob das wirklich deinen Besucher interessiert und ob das wirklich relevant für ihn ist, weil ein klares, einfaches Design gewinnt immer.

4. Seitentitel

Der Seitentitel deiner Webseite und deiner einzelnen Unterseiten ist das erste Element was man in der Google Suchergebnissen sieht. Du erinnerst dich an dieses kleine Snippet bei Google, da gibt’s eben den Seitentitel, dann gibt’s die URL und dann gibt’s noch die Meta Description. Aber dazu kommen wir noch.

Und für jede Seite solltest du eine individuelle sprechende URL einsetzen und bestimmen. Und dieser Titel sollte nicht länger als 70 Zeichen sein und jede URL sollte einen einzigartigen Titel haben. Der Titel soll natürlich deine Besucher in der Google-Suche zum Klicken animieren und das sollte vor allen Dingen nicht eine Aneinanderreihung von Keywords sein. Wenn du mit WordPress arbeitest, helfen dir Plugins wie YOAST SEO oder RankMath. Es gibt noch andere, aber das sind so die beiden großen Player, die dir dabei helfen, den Titel immer individuell zu setzen und auch die URL sprechend werden zu lassen.

5. Meta-Description

Das ist die Kurzbeschreibung der Seite. Dir stehen 170 Zeichen zur Verfügung und sie sollte auch per copy und paste immer wieder eingesetzt werden, sondern immer einzigartig sein.

6. Duplicate Content vermeiden

Deine Texte sollten unbedingt einzigartig sein. Aber auch Fehler der Technik auf der Website können dafür verantwortlich sein.

Also wenn deine Seite sowohl über http als auch über https erreichbar ist und über www und nicht www. Dann hast du quasi viermal das Gleiche. Duplicate Content kann z.B. auch bei Produktbeschreibungen entstehen, wenn du einen Shop hast. Da muss man sich tatsächlich Strategien überlegen. Man kann ja auch die Welt nicht immer neu erfinden. Ich nenne dir hier mal ein paar Strategien, die du mit einem SEO-Experten besprechen solltest. Begriffe wie nofollow, noindex, Canonical Tag und Weiterleitungen solltest du dir merken.

7. Sitemap erstellen

Stelle eine Sitemap zur Verfügung. Tools in WordPress wie Yoast SEO oder RankMath erstellen diese für dich. Google kann damit deine Seite besser verstehen, kann dich besser finden und dich so besser in den Index aufnehmen und dich ausliefern.

8. Keine wichtigen Inhalte in Bildern verstecken

Texte, die SEO relevant sind nicht mit z.B. Photoshop auf ein Bild setzen, denn diese Daten können nicht ausgelesen werden. Das wird gern von so Grafikerin gemacht, weil ein fließenden responsive Layout schwerer zu kontrollieren ist. Aber unabhängig davon, ist es wichtig, dass du den Alternativtext jedes Bildes erstellst, denn diese Metadaten sind SEO relevant. In WordPress findest du diesen bei jedem Bild in der Mediathek.

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Dieser Podcast ist mein, ja mein Herzensprojekt. Hier kann ich die Themen einfach gut aufbereiten für dich. Und ja, mir fällt Sprechen einfach leichter als Blog-Beiträge schreiben. Insofern freue ich mich über jede Bewertung.

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