Gutenberg: Per „jump and run“ durch einige weitere Blöcke :-) – Teil 4

2. Februar 2022
Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2022 @ 3:07

Liebe „frisch gebackene“ Gutenberg-Fans, ältere Hasen und alle, die es noch werden möchten!

Ich habe in den vergangenen drei Folgen noch gar nicht alle Blöcke vorstellen können und möchte an dieser Stelle aber auch nichts weglassen, was unter Umständen wichtig für die eigene WordPress-Seite sein kann. Darum machen wir uns heute erneut auf den Weg, um unter den verbliebenen Features des Gutenberg-Editors noch das eine oder andere zu entdecken und zu schauen, was die geniale Software noch so alles kann. Wer schon gut vorangekommen (oder gar fertig) ist, hat sicherlich noch viele Tools für Fortgeschrittene entdecken können, z. B. das Einbinden in die sozialen Medien oder das Installieren eines Kontaktformulars, das ausgerechnet und zu meiner Freude Fuji-san als kleines Icon trägt. Da hierfür jedoch ein Plugin installiert werden muss, habe ich das noch einmal außen vor gelassen…

Nichtsdestotrotz: Beschäftigt man sich näher mit den Blöcken, so entpuppt sich der Gutenberg-Editor nicht nur als gut ausgestatteter Werkzeugkasten, sondern gleich als ganze Schatzkiste, die es zu entdecken und auszuprobieren gilt.


Rasche Bildanpassungen

Websites leben ja von Text, Links und Bildern, gerade letzteres ist manchmal gar nicht so einfach, besonders wenn man zwar eine schöne eigene Bildauswahl beisammen hat, diese aber farblich nicht zum Corporate-Design der eigenen Webseite passen möchte. Damit man an dieser Stelle nicht schon wieder alles entnervt beiseitelegt (darin bin ich Expertin), verstecken sich im Gutenberg-Editor einige nützliche Dinge – so etwa Cover, um Abbildungen wie einen Header mit einem farblich passenden Layer zu gestalten. Beispiel:

Hier kann auch ein Titel verfasst werden, z. B. „Über den Wolken“ …


Hingucker Pullquote – „schönes Zitat“

Mit einer Pullquote kann man auf seiner Website einen (oder mehrere) sehr schöne/n Akzent/e setzen und dem Besucher ein Zitat vorstellen. Ich persönlich mag es sehr, in den Texten eine Oase zum Nachdenken zu finden – ob eine Lebensweisheit oder einen schönen Spruch, der den Tag ein bisschen leichter und zuversichtlicher machen kann. Der richtige Satz zur richtigen Zeit kann manchmal buchstäblich „das Ruder herumreißen“, in eine andere und möglicherweise auch bessere Richtung. Pullquoten können zum Nachdenken anregen, aber auch zum Schmunzeln. Ich gehe mal davon aus: Fühlt man sich auf der gerade besuchten Webseite wohl, wird man wahrscheinlich auch gerne ein bisschen länger dort verweilen wollen. Für den Webmaster eine gute Sache!

Das Haiku habe ich ausgewählt, weil ich einfach so gerne in Kyoto bin und mehr als sehnsüchtig darauf warte, dass Reisen nach Japan bald wieder möglich sind. 😊🙏🗾 Natürlich lassen sich auch Texte verwenden, die unmittelbar etwas mit dem eigenen Angebot zu tun haben und ins Auge springen sollen, wie etwa ein Werbeslogan oder eine bestimmte Produkteigenschaft. „Mit unserem Reiskocher gelingt Ihnen mühelos jeder Sushi-Reis“, oder: „Ein Editor für alle Fälle – Gutenberg!“

In Kyoto bin ich,

doch beim Schrei des Kuckucks,

sehn ich mich nach Kyoto

(1643 – 1694) Matsuo Munefusa, japanischer Dichter

Weitere Medien einbinden

Bild und Galerie haben wir bereits ausführlich in einem vorherigen Blog kennengelernt; aber auch Videos und Dateien lassen sich ganz einfach einbinden, etwa wenn man ein PDF (z. B. eine Preisliste, eine Broschüre oder einen Gutschein) zum Download bereitstellen möchte. Ganz easy lassen sich auch Medien und Text gemeinsam erstellen, was wir gleich einmal ausprobieren können. 😀👍


Vending machines

Man kommt an ihnen in Japan einfach nicht vorbei – die praktischen Getränkeautomaten, auch vending machines genannt, finden sich an jeder Straßenecke und sind äußerst praktisch! Die Auswahl an heißen und kalten Drinks ist enorm, und  wer Durst verspürt, kann ihn rasch und unkompliziert löschen. Zur Verfügung stehen heißer oder kalter Grüntee (auch geröstet), Jasmin-Tee, köstlicher Milk-Tea, Kaffee, heiße Zitrone, Softdrinks, Maissuppe, Aloe-Vera-Getränke, Vitamindrinks – und natürlich Wasser. Alkoholische Getränke sind hier in der Regel nicht zu finden, die Automaten sind jugendfrei. Nach dem Trinkgenuss werden die leeren Flaschen einfach in den dafür bereitgestellten Sammelbehälter gegeben. Die Straßen Japans sind übrigens immer sauber.


Last but not least today: Alles sehr kompliziert?

Es ist kein Geheimnis, dass manche Menschen sehr gerne bei dem bleiben, was sie kennen; was ihnen vertraut erscheint und somit Sicherheit gibt. Dadurch, dass unsere Zeit immer schnelllebiger wird und Fortschritt zwar sehr spannend, aber mitunter auch recht anstrengend sein kann, fühlen sich manche Nutzer möglicher- und verständlicherweise etwas überfordert. Mich manchmal inbegriffen. Dafür bietet der Gutenberg-Editor die schöne Option, mit Classic zum klassischen WordPress zurückswitchen zu können, was dem einen oder anderen „alten Hasen“ bestimmt gut gefallen wird. Es ist ganz normal, dass eine gewisse Routine die Arbeit leichter von der Hand gehen lässt als sich immer erst in etwas Neues „einfuchsen“ zu müssen. Manchmal darf es ruhig etwas Gewohnheit sein, denn Gewohnheit bedeutet nicht unbedingt Langeweile – im Gegenteil, sie sorgt auch für einen gewissen Workflow, mit dem man in seinem Projekt gut vorankommen kann, ohne sich dabei immer den Kopf zu verrenken. 😅 Einfach nur schwimmen – im Strom der Routinearbeit, die zudem etwas sehr Meditatives haben kann! Dennoch: Wer den Editor nicht wenigstens hin und wieder ausprobiert und sich damit vertraut macht, verpasst wirklich etwas…


Das waren nun weitere wichtige Werkzeuge des Gutenberg-Editors. Bestimmt macht es vielen Usern (so wie mir) auch große Freude, die verschiedenen Funktionen einfach einmal mutig selbst auszuprobieren und zu stöbern, was die Toolbox noch so alles hergibt. Man braucht kaum Angst zu haben, etwas „kaputtzumachen“ – denn mit Strg und R kann man alles wieder ungeschehen machen, falls man doch einmal etwas „zerschossen“ haben sollte.


Mein Fazit

Der Gutenberg-Editor bietet auch für (noch) nicht ganz so IT-affine User die wertvolle Möglichkeit, eine eigene Webseite mit WordPress zu gestalten, und das mit viel Entdecker- und Entwicklerfreude sowie Aha-Erlebnissen. Hinzu kommt, dass WordPress nicht statisch ist, d.h., es schläft nicht, sondern wird von einem Team ständig weiterentwickelt und dabei immer benutzerfreundlicher (was es ja bereits jetzt schon ist). Wer längere Zeit pausiert hat, wird rasch bemerken, dass sich neue Tools im Gutenberg-Editor befinden, die sich intuitiv bedienen und anwenden lassen. Kerstins Gratiskurs bietet den idealen Einstieg, zudem vermitteln ihre unterhaltsamen Podcasts wertvolles Expertenwissen rund ums World Wide Web.

Mir bleibt erst einmal zu sagen: Vielen herzlichen Dank fürs Lesen und ganz viel Spaß und Erfolg mit der bald eigenen Website! 🙋‍♀️

Herzlichst

😄🙏 Zora Zoé


PS: Ganz nebenbei habe ich noch die Trenner entdeckt, so lässt sich ganz nach Wunsch die Webseite mit kurzen, breiten oder gepunkteten Linien schön und praktisch aufteilen.

Du bist begeistert? Dann teile gern.

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