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Shownotes

Ben lebt und arbeitet in Dubai und wir haben gemeinsam am Business Bootcamp von Calvin Hollywood in Dubai teilgenommen, das im Januar 2017 stattfand. Diese ungebändigte Power, die von Ben ausgeht, wollte ich in einem Interview am Strand einfangen. Er selbst bezeichnet sich übrigens als „Regisseur seines eigenen Lebens“. Sei gespannt auf pure Motivation.

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Interview mit Ben Ouattara am Strand in der Nähe von Dubai im Januar 2018

Mach es einfach! Mach es einfach!

Kerstin Müller: Das ist das zweite Podcast-Interview, was ich in Dubai ganz spontan mache. Der liebe Ben Ouattara sitzt mir gegenüber und hat sich bereit erklärt mir ein Interview zu geben.

Ben Ouattara: Hallo.

Kerstin Müller: Hallo lieber Ben! Ich sehe Ben jetzt zum zweiten Mal überhaupt. Wir haben uns zufällig auf einem Kurs von Calvin Hollywood in der Nähe von Schwetzingen getroffen. Dort haben wir zusammen einen Kurs gemacht: 3 Tage Produkt-Launch, bzw. wie man ein Produkt launcht.

Ben Ouattara: Like a boss!

Kerstin Müller: Genau. Product Launch like a boss :-) Ich habe schon gelauncht, er noch nicht habe ich gehört ;-)

Ben Ouattara: Diese Woche :-)

Kerstin Müller: Diese Woche, perfekt. Ben ist für mich ein Mysterium. Ich kenne ihn nur über Calvin und über’s Netz und ich freue mich, dass er mir jetzt ein bisschen was über sich erzählt. Wir sind hier zusammen, denn Ben lebt in Dubai. Das kann er gleich selbst erzählen. Ich würde gerne ein bisschen mehr über ihn erfahren und vor allem kann ich dir, meiner Leserin oder meinem Leser, ein bisschen was von dieser Kraft abgeben. Darum geht es heute. Ben, herzlich willkommen. Stell dich doch mal vor.

Ben Ouattara: Vielen lieben Dank erstmal, ich bin geehrt hier dabei zu sein. Ich lebe in Dubai jetzt schon seit ungefähr 6 Jahren. Ich habe sehr viele Sachen in meinem Leben gemacht. Ich war, bevor ich nach Dubai gekommen bin, Flugkurier, was überhaupt die Tür zu Dubai war. Aber ich habe eigentlich Film und Regie studiert. Ich habe auch eine Produktionsfirma in Dubai gegründet. Mein Motto, was sich bei mir immer wiederholt hat, ist dieses einfach zu machen, einfach zu starten. Ich war schon immer leidenschaftlich, was Sport angeht, was Musik angeht, was ganz besonders Persönlichkeitsentwicklung angeht. Aber das sind so Sachen, die ich für mich selbst gelernt habe. Das ist so ein Ding, dass man für sich selbst sehr oft sich sehr viel aneignet für sein eigenes Leben und nicht wirklich merkt, dass es ein Tool ist, das andere Menschen weiterbringt. Ich kenne Leute zum Beispiel, die sind übertrieben lustig, aber sie für sich selbst halten sich nicht für witzig und wissen nicht, dass es ein Mehrwert für andere ist. Oder genau wie mit dem Sport, das sind so viele Bereiche, hier ist es ein bisschen laut im Hintergrund. Aber ich habe leidenschaftlich …

Kerstin Müller: Wir machen mal ganz kurz eine Pause. Ich muss kurz erklären, wir sitzen hier am Strand mit Blick auf Meer, es rauscht hier. Hier fahren Autos vorbei, verzeiht uns das bitte. Aber wir wollten unbedingt hier sitzen und das genau hier machen, um diese Power von diesem Strand auch mitzunehmen.

Ben Ouattara: Genau. Einfach in dem Moment das machen. Wenn wir mit Menschen reden, ist das auch nicht alles perfekt und deswegen so einfach den Moment mitnehmen, so wie er ist. Ich habe für mich selbst sehr viele Sachen als Hobby gemacht oder als Leidenschaft gemacht, aber mein Hauptberuf war halt Filmregisseur. Kann man so zusammenfassen. Ich habe hier Werbespots gedreht für die Regierung, für McDonald’s, MasterCard, Corporate Filme, Werbespots. Ich wollte eigentlich immer kreativ arbeiten und habe aber gemerkt, dass ich so ein bisschen eingeschränkter war in diesem Bereich. Die Zeit, in der wir leben, gibt uns so viele Möglichkeiten. Egal ob es im Musikbereich ist, egal ob es eine Personal Brand aufbauen ist. Egal in welchem Bereich, aber ganz besonders, was Medien jetzt angeht. Wenn man jetzt im Videobereich arbeitet, dass es so viele Leute gibt, die sich selbstständig machen, die sich selbst Sachen aneignen, die selbst nach vorne gehen, nach draußen gehen mit Social Media, Instagram. Das gab es alles vor sechs, sieben Jahren nicht so stark wie jetzt.

Ich habe einfach angefangen zu sehen, dass so viele Leute Sachen machen, die ich eigentlich machen will, aber die ich wirklich nicht so gemacht habe. Ich habe vor 5 Jahren ungefähr ein Videoprojekt gehabt. Das war für das pädagogische Zentrum in Aachen, das war kurz bevor ich nach Dubai gekommen. Das sollten 10 Porträts sein von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die nicht so in dieses Bild passen, was eigentlich immer so gezeigt wird. Die, die sich nicht integrieren oder kriminell sind und so weiter. Das waren einfach 10 Porträts und einer zum Beispiel ist ein türkischer Anwalt, ein anderer ist ein persischer Künstler, Maler, zum Beispiel. Dann war dort eine Frau, die zuständig war für dieses Projekt, sie hat mir gesagt, mach ein Video über dich selbst. Eines dieser Porträts solltest du selbst sein. Erst wusste ich nicht genau, ob und wie ich das machen sollte. Ich sagte, okay. So ist ein Video entstanden.

Ich bin wirklich mit 1.000 Euro in meiner Tasche nach Dubai gekommen. Ich hatte keine Kontakte, ich hatte nichts wirklich geplant und bin einfach her gekommen. Ich habe mir gesagt, mache es einfach. Das ist eine längere Story. Aber diese Energie, diese Motivation, die ich mir selbst gegeben habe, ist in dem Video über mich ein bisschen rübergekommen. Ich habe das Video auf YouTube hochgeladen und habe mir überhaupt nichts dabei gedacht. Ich hatte keine Website, keine Plattform, nicht mal eine Facebook Fan-Seite. Dieses Video hat über 700.000 Views auf YouTube bekommen. Dann wurde es immer wieder auf Facebook geteilt. Über die letzten 5 Jahre habe ich jeden Tag mindestens drei, vier Nachrichten bekommen von Leuten, die mir gemailt oder auf Facebook geschrieben haben und meinten, schreib bitte ein Buch. Du motivierst mich. Es gibt Leute, die mir sagten, sie sind aus dem Gefängnis gekommen, haben wieder angefangen zu studieren, weil ich sie motiviert habe. Ich wusste aber nicht genau, was ich damit anfangen soll. Worüber sollte ich denn mein Buch schreiben und vor allem wie? Das ist nicht etwas, was ich geplant habe. Es war aber etwas, wo man sagt, das ist eine Berufung, weil es etwas ist, was mich gerufen hat. Ich war in meiner Komfortzone. Dann habe ich habe meine Komfortzone verlassen. Es war jedoch immer noch etwas, was ich mir nicht wirklich vorstellen konnte. Dann bin ich jedoch in Kontakt gekommen mit vielen Leuten, die angefangen haben mich zu kontaktieren. Zum Beispiel hat mich Thaddeus Grohmer kontaktiert. Er hat mir Calvin vorgestellt und Calvin hat dann auch ein Gespräch mit mir gehabt. Er meinte so: „Ey, was ist los! Warum hast du keinen Podcast? Warum hast du kein YouTube? Das kann doch nicht sein, dass du in Dubai bist und so krasse Sachen machst und so eine Persönlichkeit bist.“

Kerstin Müller: Wie lange ist das her?

Ben Ouattara: Das war letztes Jahr.

Kerstin Müller: Ah okay. Wann würdest du sagen, war der Punkt, wo du dich selbst als Selbstständiger bezeichnen würdest? Du hast das ganze ja nicht strategisch geplant.

Ben Ouattara: Als Selbstständiger betrachte ich mich schon seit etwa acht, neun Jahren. Ich habe nie in einer Firma gearbeitet als Angestellter.

Kerstin Müller: Jetzt als das, was du jetzt im Moment machst?

Ben Ouattara: Das, was ich jetzt mache, habe ich letztes Jahr im April angefangen. Letztes Jahr im April habe ich gesagt, okay, ich fange jetzt an mich selbst als Brand aufzubauen. Ich arbeite in der Werbebranche, also ich habe als Filmregisseur mit sehr vielen Firmen zusammen gearbeitet. Und diese Firmen haben damals sehr viel Geld in Werbespots, Radio, Print und so weiter investiert. Sie haben jetzt in den letzten 2 Jahren angefangen, viel mehr über Influencer zu gehen. Sie haben erkannt, dass die Menschen nicht auf einfache Werbung reagieren, sondern die Storys von Menschen erzählt bekommen wollen. Als Dienstleister ist man sehr ersetzbar. Ich habe einfach gemerkt, dass wenn ich eine Produktionsfirma habe, das Video, das wir für unsere Kunden produzieren, ersetzbar durch eine andere Firma ist. Aber wenn man als Brand für etwas steht, ist man nicht ersetzbar. Ich habe mal einen Spruch gehört, der war für mich so wichtig. Viele Leute denken, dass Netzwerken Networking ist, dass du mit so viel möglichen Menschen redest, auf irgendwelche Events gehst, deine Visitenkarten verteilst und mit vielen Leuten redest. Das heißt, dass du viele Leute kennst. Aber wenn du im Networking stark bist, ist es nicht wichtig wie viele Leute du kennst, sondern wie viele Leute dich kennen und was sie über dich wissen. Das ist das Wichtigste. Wenn du eine Personal Brand hast und das aufbaust, gibt es viele Leute, die du nicht kennst, aber sie dich. Das passiert, wenn man jetzt einfach anfängt mit einem Podcast.

Deswegen war das erste, was ich gemacht habe, einen Podcast zu starten. Ich war nicht ready. Deswegen habe ich den Podcast genannt „Mach es einfach und mach es einfach!“. Weil der Grund, warum man nicht einfach macht, ist, wenn man es zu kompliziert macht. Das ist mein Motto. Mache es simpel, starte einfach und grow as go. Das heißt du wächst während du es machst. Du brauchst nicht die nächsten hundert Schritte zu kennen. Viele Leute beschäftigen sich mit Sachen, die überhaupt nicht vor ihnen sind und wahrscheinlich niemals kommen werden. Aber wenn du die ersten 3 Schritte gehst, dann musst du eh wieder die Richtung ändern. Lernst du irgendjemand kennen, bekommst du neue Informationen, irgendeine neue App kommt raus, irgendetwas verändert sich und dann kannst du es sowieso nicht mehr nutzen. Das verändert sich so schnell. Damals kamen irgendwelche Apps raus, alle drei, vier Jahre kamen irgendwelche Updates. Jetzt sind teilweise alle drei, vier Monate irgendwelche Updates. Sachen werden auf einmal nicht mehr relevant. Deswegen ist Speed so wichtig und sich selbst neu zu erfinden. Weil jede, also fast jede Industrie, die ich kenne, ist beeinflusst worden durch das Internet. Leute aus der ganzen Welt können auf einmal einen Markt für sich beanspruchen. Deswegen war für mich Speed wichtig.

Ich weiß, dein Topic ist Webseiten. Ich habe zum Beispiel viele Leute gefragt gehabt. Ich hatte vorher meine Produktionsfirma. Dort hatte ich eine Firma, die für mich eine Webseite gemacht hat, wo ich nicht ganz mit zufrieden war. Ich weiß genau, was ich will. Ich habe auch Grafikdesign, Fotografie und Video studiert. Das heißt, ich kenne mich aus mit Design. Das ist eigentlich ein Vorteil, da ich denen genau erklären kann, was ich will. Aber da gab so viel Back and Forth, Back and Forth. Ich habe irgendeine Web-, eine Plattform genutzt, die mir empfohlen wurde. Aber ich habe vergessen wie sie heißt. Das war nicht WIX. Das war eine andere Plattform, die so ähnlich war. Das war so eine Art Drag-and-Drop-Ding. Ich hatte dann aber wieder einen perfektionistischen Anspruch, was meine Website anging. Es gab viele Sachen, die ich machen wollte, die ich damit nicht machen konnte. Ich habe dann recherchiert und WordPress gefunden. Ich habe mir ein paar Tutorials angeguckt und war so, ah, das ist ein bisschen viel Kopfschmerz. Dann hat meine Frau, die sich überhaupt nicht mit Technik auskennt, sich WIX anzuschauen und hat angefangen und innerhalb von einer Woche hatte die sich eine Webseite gebaut. Ich habe diese Webseite gesehen und mir gedacht, wer hat das gemacht? Und sie: Ich habe das selbst gemacht. Das kann nicht sein, dass du das gemacht hast. Doch, doch. Ich habe hier ein paar Sachen geklickt und habe das so gemacht. Da habe ich mir gedacht, okay, wenn sie das mit WIX gemacht hat, dann muss ich das auch mit WIX probieren. Dann habe ich es einfach angefangen und viele Leute haben mir gesagt, aber musst dann gucken mit dem Algorithmus und mit Google und ich habe mir gedacht, weißt du, das Ding ist, wenn man am Anfang sich Sachen so kompliziert macht, dass man gar nicht anfängt und dass man sich abhängig macht auch von vielen anderen Leuten, wo man sich nicht auskennt, dann ist man immer so ein bisschen ausgeliefert. Ich sagte aber, ich will jetzt einfach nur eine Landingpage, wo ich zwei, drei Dinger draufhabe, die Leute haben meine Information, sie können mich kontaktieren und ich starte damit. Weil wenn du anfängst und erstmal eine Richtung kennst, deine Bio, dass du überhaupt weißt, wie du dich präsentierst. Ich habe professionelle Videos und ich habe professionelle Fotos. Ich weiß, wie man einen Pressetext schreibt. Ich kenne mich aus damit. Ich weiß auch wie Agenturen ihre Message rüberbringen.

Kerstin Müller: Damit bist du vielen schon voraus.

Ben Ouattara: Genau. Das ist halt der Vorteil gewesen.

Kerstin Müller: Das ist schon die halbe Miete. Für die meisten ist das natürlich ein riesen Paket. Da ist die Webseite nur ein kleiner Teil von allem, was sie machen müssen. Okay, du hast dieses Video gemacht, aber du wusstest auch nicht genau, wer ist deine Zielgruppe? Wo willst du eigentlich hin? Oder wusstest du das relativ schnell? Das, was du jetzt machst, also Motivationstrainer, war das was, was du sofort auf dem Schirm hattest oder hat sich das entwickelt?

Ben Ouattara: Nein, das hat sich entwickelt. Aber ich denke, es ist sehr wichtig, dass du dir bewusst bist, was deine Stärken und Schwächen sind. Wir nennen das Self Awareness. Oft ist es dir nicht bewusst und es ist wichtig, dass du andere Menschen fragst. Denn ich habe das die letzten 10 Jahre trainiert, ohne es zu merken. Mich haben die Leute angesprochen, wegen des Videos. Dann Freunde von mir. Zum Beispiel eine, die in Events arbeitet. Sie hatte so eine Art Nervous Breakdown und ich habe mich dann mit ihr hingesetzt.

Wir sind alle als Menschen unterschiedlich, aber irgendwo haben wir trotzdem einen ähnlichen Kern. Jeder Mensch ist ein bisschen anders und einzigartig, aber die Prinzipien gelten für alle Menschen gleich. Genau so funktioniert das auch mit Mindset, mit dem Gehirn, mit deinen Emotionen, mit deinen Gedanken, mit der Konditionierung vom Unterbewusstsein. Sehr viele Leute haben Blockaden, die sie selbst kreiert haben. Aber sie können sie nicht wirklich lösen, weil sie diesen Außenblick nicht haben. Wenn man da bestimmte Techniken lernt, dann kann man diese anwenden und Menschen helfen aus bestimmten Perspektiven rauszukommen. Da habe ich schon mehrmals von Leuten gehört: „Warum machst du das nicht professionell? Warum bist du nicht Coach?“ Ich habe immer gesagt, ah nein, ich habe das nie gelernt. Und am Ende des Tages ist es genauso wie mit Fitness: Man kann irgendwo einen Kurs machen, den abschließen und ein Diplom haben. Ich kenne so viele Leute, die ein Zertifikat haben und Doktoren beispielsweise in Ernährung sind. Das heißt nicht, nur weil einer einen bestimmten Status hat, dass er besser ist. Viele Leute lassen sich zurückschrecken, weil sie keinen Abschluss darin haben, obwohl sie sich schon 10 Jahre damit beschäftigen.

Kerstin Müller: Ja, ist was typisch deutsches. Das ist in anderen Ländern natürlich ganz anders. Ist wahrscheinlich in Dubai hier auch anders. Hier fragt keiner nach Zertifikaten oder?

Ben Ouattara: Ich meine, wenn du Anwalt bist oder Arzt, das ist was anderes. Aber ich meine, zum Beispiel ein Film. Manche Leute sagen immer so, ja, ich muss aber erst auf eine Filmschule. Dein Film, den ich sehe, ist dein Diplom. Das, was du machst, wenn du als Mensch vor mir stehst und wenn du ein Fitness-Trainer bist und du hast 20 Leute verwandelt und die haben 30 Kilo abgenommen in so und so einer Zeit, dann ist das dein Diplom. Das ist das, was wir zu zeigen haben. Man braucht nicht mehr diese Erlaubnis. Das ist immer dieses Ding. Vor allem Musiker zum Beispiel. Ich bin ja auch in der Musikindustrie. Ich kenne viele Leute. Damals brauchtest du ein Label. Egal wie gut du bist, wenn deine CD nicht im Laden ist und du deine Tapes nicht bewirbst, dann hast du keine Chance. Jetzt machst du ein Video, tust es auf YouTube, hast es auf iTunes und du kannst auf der kompletten Welt bekannt werden. Genauso ist das in allen Industrien, aber nur, wenn man sichtbar ist. Am Anfang muss man eine Plattform haben und diese auch wirklich nutzen und einen Mehrwert liefern. Das ist wirklich etwas, wo ich gemerkt habe, dass der Perfektionismus dir im Weg steht, weil du nichts raushaust und die ganze Zeit im Kreieren bist und denkst, du musst noch besser werden, das noch lernen oder das noch können.

Kerstin Müller: Vor allen Dingen: Wissen teilen. Wirklich alles verschenken. Erst geben, geben, geben und dann irgendwann vielleicht mal nehmen.

Ben Ouattara: Kurz, ganz kurz zu der Zielgruppe. Sie kristallisiert sich raus, während man macht. Weil es ist so: Du glaubst, dass deine perfekte Zielgruppe 20- bis 30-jährige Frauen sind. Du machst deinen Content und auf einmal siehst du aber, dass 80 Prozent der Leute, die das konsumieren, 40-jährige Männer sind, die irgendwie Informatik studieren. Du sagst, okay, wenn das so ist, dann werde ich jetzt den Content anpassen.

Kerstin Müller: Das ist sowieso ganz wichtig, dass man das anpasst. Die Zielgruppe, die ich jetzt habe, mit der habe ich gar nicht gestartet. Die kamen dann irgendwie auf mich zu.
Sport spielt eine sehr große Rolle bei dir. Ich bin so ein, ich muss fast gestehen, ein Couch Potato. Ich bin gerne draußen. Ich tue mich wirklich schwer, regelmäßig etwas zu tun. Wie schafft man das? Also einmal ist natürlich die Sache, man muss irgendwas tun, was einem Spaß macht. Das ist, glaube ich, die Grundvoraussetzung. Aber was ich gemerkt habe, wenn ich erfolgreiche Menschen sehe, dann machen die meistens regelmäßig und auch sehr exzessiv Sport. Fast täglich. Wie schafft man das? Ich bin jetzt auch keine 20 mehr. Wie schaffe ich das, in meinem Kopf das umzudrehen? Ist das Routine? Muss ich es einfach mal machen? Ich glaube, wenn man Sport macht, dass man dann auch in seinem Business erfolgreicher ist. Ich glaube, dass das vielen der Ausgleich fehlt, mir übrigens auch.

Ben Ouattara: Es gibt verschiedene Ansätze. Weil ich denke, egal welches Ziel man hat, ist es wichtig, dass es ein Muss ist für einen. Es ist meistens so: Es gibt diese intrinsische und extrinsische Motivation. Die meisten Leute handeln aber eher aus Angst und aus Druck von außen, als aus Inspiration von innen. Das ist meistens ein größerer Motivator. Es gibt sehr viele Bereiche in unserem Leben, die sind wichtig, aber nicht dringend. Dann gibt es Sachen, die sind dringend und wichtig und dann dringend und unwichtig. Sehr oft verbringen wir sehr viel Zeit mit Sachen, die dringend sind. Die Sachen, die nicht dringend sind, aber wichtig sind, sind eigentlich der wichtigste Fokus. Das ist unsere Beziehung mit unseren Eltern, mit unseren Partnern, mit unseren Kindern, unsere Gesundheit, unsere Finanzen. Wenn diese Bereiche dringend werden, heißt es, dass es kurz vor der Scheidung ist, oder wenn man zum Arzt geht und er sagt, wenn du jetzt nicht etwas tust, dann … Dann ist es meistens zu spät. Das ist dieses Ding, dass man bestimmte Sachen, weil sie nicht dringend sind, die Aufmerksamkeit nicht drauf ist, das ist eins.

Es gibt zwei Sachen: Es gibt einmal das eben genannte und dann gibt es limitierende Glaubenssätze. Es gibt bestimmte Konditionierungen, die wir aus der Vergangenheit entnehmen. Allein schon wie wir mit uns selbst reden. Wir sagen zu uns: Ich bin nicht der sportliche Typ. Das ist ein Bild, was wir kreieren, immer wieder von dieser Version, die wir sehen. Alle Bereiche, in denen wir erfolgreich sind, wo andere Menschen vielleicht sagen, das ist aber kompliziert, wo wir sagen, nein, das ist doch voll leicht. Mir macht das Spaß! Die Art, wie wir mit uns selbst reden, ist hypnotisch. Wenn du dir sagst, etwas wird schwer, etwas wird schwer, etwas wird schwer, etwas wird schwer, konditionierst du dich darauf. Das heißt es ist sehr wichtig, dass man einmal seine Sprache unter Kontrolle hat. Dass man sich erstmal bewusst wird, was man eigentlich mit sich selbst macht. Woher kommt das? Hat man vielleicht irgendwann eine negative Assoziation damit gemacht?

Warum machen sehr viele erfolgreiche Menschen Sport? Wir sind lebendige Wesen! Wir sind nicht gemacht worden, um in so einer künstlichen Welt zu leben, wo wir uns wenig bewegen, wo wir im Auto, vor dem Computer oder den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen, regelmäßig Nahrung zu uns führen, ohne dass wir uns dafür bewegen müssen. Eines der wichtigsten Faktoren für unseren Körper ist Sauerstoff. 70 Prozent der Giftstoffe aus unseren Körpern werden ausgeschieden durch Kohlenstoffdioxid. Aber die meisten Menschen wissen noch nicht mal, wie man richtig atmet. Die atmen sehr niedrig ein und aus. Man lernt jedoch sehr schnell, besser zu atmen, wenn man Sport macht. Deine Zellen brauchen diese Energie und deswegen atmest du. Wenn du müde bist, gähnst du auch, weil du Sauerstoff brauchst. Du musstest früher von A nach B gehen, jagen, zum Fluss gehen, Wasser holen. Diese ganzen Prozesse waren da, sodass wir als Lebewesen gar nicht darüber nachdenken mussten. Heutzutage können wir alles machen, ohne uns dafür großartig bewegen zu müssen.

Kerstin Müller: Ich fasse mal zusammen: Als erstes höre ich auf zu sagen, ich wäre ein Couch Potato. Ich bin kein Couch Potato :-)

Ben Ouattara: Nein. Du sagst, ich bin … und dann das, was du bist. Ich bin fit.

Kerstin Müller: Keine Verneinung. Ich bin fit. Yeah!
Ich würde gerne noch von dir wissen, was deine Ziele sind für die nächsten ein, zwei Jahre. Hast du welche oder lässt du alles auf dich zukommen? Hast du irgendwie so ein großes Ziel? Wir sind ja hier auf dem Business Bootcamp von Calvin Hollywood und wir lernen wahnsinnig viel. Da geht es natürlich auch um Geld. Wir wollen ja alle Geld verdienen. Hast du irgendwie so ein großes Ziel? Willst du meinetwegen 100 Millionen Follower haben oder soll dein Konto sich füllen oder irgendwelche anderen Ziele oder lässt du es einfach auf dich zukommen?

Ben Ouattara: Ich habe Ziele. Ich bin selbst gerade dabei, für mich selbst Ziele zu definieren, die ich aber jetzt hier nicht direkt teilen will. Aber ich habe mir erstmal abschnittsweise 3-Monats-Ziele, 6-Monats-Ziele, 9- und 12-Monats-Ziele gesetzt.

Kerstin Müller: Würdest du sowas auch den Startern empfehlen, die gerade erst anfangen? Sich kleine Ziele zu setzen?

Ben Ouattara: Ja. Ich finde schon. Das Ding ist: Wenn man sich zum Beispiel fragt, was will ich dieses Jahr erreichen, dann ist das immer sehr vage. Wir haben keine Einschätzung für 1 ganzes Jahr. Die meisten Menschen wissen gar nicht, was sie vor 3 Monaten gemacht haben, wenn du sie fragst. Weil sie nicht Journal führen. Es ist sehr wichtig, dass wir messen. Wenn du sagst, ich habe ein Ziel, ich will dieses Jahr ein Buch schreiben, dann vergehen 2 Monate und du denkst, ich habe immer noch 10 Monate. Die meisten Firmen machen in den letzten 60 Tagen den größten Umsatz? Warum? Weil es eine Deadline gibt. Das ist das Parkinsonsche Gesetz. Wenn ich dir jetzt sage, du hast ein Ziel, in den nächsten 3 Monaten dein Buch fertig im Laden zu haben, dann musst du dich fragen, wo will ich in 3 Monaten sein? Das heißt, was muss ich innerhalb der nächsten 60 Tage tun, in den nächsten 30 Tagen tun und was diese Woche? Dann kann man es von Woche zu Woche zu Woche messen. Erst mit diesen Daten kann ich sehen, wie ich die nächsten 6 Monate plane. Ist genau wie dieses Ding so, ich will ein Sixpack und 9 Prozent Körperfett haben. Aber jetzt bin ich gerade bei 30 Prozent. Fokussiere dich doch erstmal auf die nächsten 2 Monate Training, dass du zum Beispiel 10 Kilo verlierst. Das ist dein erstes Zwischenziel. Irgendwann wirst du deinen Traumkörper haben. Aber fokussiere dich erstmal auf dein erstes Zwischenziel.

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